Wo ist der Ort für die ALGE?

Offenbar hat sich die Rolle der GGH in der Stadt Heidelberg komplett verselbstständigt.

Heute, Mi 7.10.2020 ist folgendes passiert: ein sehr netter Herr der Wirtschaftsförderung hat angerufen. Er habe gehört, dass wir eine neue Fläche für unser Restaurant suchen.

Ich war etwas verwundert, da der Herr ja auch zur Stadt Heidelberg gehört.

Meine Antwort war, dass wir bereits eine städtische Fläche haben, die an sich mit etwas Wohlwollen seitens der Stadt auch weiterhin die Heimat der ALGE sein könne.  Das Problem sehe ich gegenwärtig mehr in der nicht vorhandenen Zusammenarbeit mit der GGH.

In einer längeren Unterhaltung haben wir Folgendes herausgearbeitet:

Die GGH sei eigentlich historisch auf die Verwaltung von Wohnungen ausgerichtet.

Es käme immer mal wieder zu Beschwerden über die Arbeit der GGH (Anmerkung der Schreiberin: da muss man nur in die Google Bewertungen schauen).

Durch neue Nutzungskonzepte à la Arbeiten, Wohnen und Leben am gleichen Platz, vermietet die GGH zunehmend auch Gewerbeimmobilien.

Wenn dem wirklich so sei, besteht noch mehr Handlungsbedarf, ……….(der zweite Teil des Satzes fiel einer Unterlassungsabmahnung der GGH zum Opfer).

Die Wirtschaftsförderung hat keinen Einfluss auf die GGH, (Anmerkung der Schreiberin: langsam frage ich mich, wer eigentlich Einfluss hat); die Vermietung sei Sache der GGH.

Falls das Team der Wirtschaftsförderung etwas von einer passenden Fläche für uns hören sollte, werden sie uns informieren. Darauf sollten wir uns aber nicht verlassen, weil sie das nicht immer zuerst erfahren.

Am darauffolgenden Tag ging folgende Antwort per Mail an den sehr netten und sympathischen Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung:

Lieber Herr XXX,

nochmals herzlichen Dank für das nette Gespräch am gestrigen Tage.
Da meine Probleme mit der GGH auf ein großes öffentliches Interesse gestoßen sind, habe ich unser Gespräch (ohne Nennung Ihres Namens) zusammen gefasst und in den Blog gestellt: https://alge.de/heidelberg/wo-ist-der-ort-fuer-die-alge/
Die Vorgehensweise der Akteure der Stadt Heidelberg scheint mir allerdings wenig zielführend: die Mitarbeiter verlieren alle Ihren Job, ein junger Mensch muss sein FÖJ aufgeben und es hörte sich für mich nicht so an, als könnten Sie als Vertreter der Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg die Wirtschaftsbehinderung anderer Teile der Stadt Heidelberg helfen zu mildern.
Deshalb würde ich gern noch mal auf Ihr Angebot der Moderation zurückkommen: Um weitere gewerbliche Mieter vor ähnlichen Schicksalen zu bewahren, schlage ich einen öffentlich von Ihnen durchgeführten Moderationsprozess vor. Vielleicht gelingt es im Laufe des Prozesses zu klären, wer Einfluss auf das Eigenleben der GGH ausüben kann. In einer Demokratie sollte so etwas immer möglich sein.
Lieben Dank für kurze Rückmeldung, viele Grüße,
Anke Heines