Unsere Reaktion auf das Schreiben der GGH

Im letzten Beitrag haben wir das Schreiben der GGH veröffentlicht. Da das Ganze auf so großes Interesse von vielen Seiten gestoßen ist, veröffentlichen wir hier unsere Antwort darauf:

Sehr geehrter GGH-Kundenservice,

vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich begrüsse ausdrücklich, dass Sie sich der Bekämpfung der Covid 19-Pandemie verpflichtet fühlen. Wir sind daher sicher, dass Sie unsere Rückmeldung zum Anlass nehmen, diese weiter zu verbessern. Zu diesem Zweck habe ich Ihnen das Empfehlungsschreiben der Bundesregierung für infektionsschutzgerechtes Lüften beigefügt.
Zu 1: Das Öffnen der Tür ist eine Erfordernis des Infektionsschutzes und entspricht den Vorgaben der Bundesregierung und des Gesundheitsamtes. Ich bin mir sicher, dass es nicht Ihre Absicht ist, diesen Infektionsschutz nur auf unsere Gäste zu beschränken, dagegen unser Personal ausserhalb der Öffnungszeit einer erhöhten Infektionsgefahr auszusetzen. Der bemängelte Essengeruch ist auf die mangelhafte Entlüftung der Küche zurückzuführen. Mit Ihrem Schreiben bestätigen Sie diesen gravierenden Mangel, weshalb ich Sie auffordere, diesen schnellstmöglich abzustellen.
zu 2: Leider ist der erste Satz unverständlich. Wollen Sie hier sagen, dass unser Personal trotzt “diverser Hinweise” unseres Personals keine Masken auf dem Weg zur Toilette trägt? Also dass sich unser Personal zuerst selbst ermahnt und dann seine eigene Ermahnung ignoriert? Ich halte es als ein Zeichen elementarer Höflichkeit, dass man auf vernünftige, verständliche Weise miteinander kommuniziert; insbesondere wenn man Kritik äussert.
zu 3: Selbstverständlich weisen wir unsere Gäste auf das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasenschutzes hin. Ich möchte Sie aber darauf hinweisen, dass das Treppenhaus des Bürgerhauses nicht Teil der Mietsache ist und daher auch nicht unserer Aufsichtspflicht unterliegt.
zu 4: Es ist in unserem eigenen Interesse, den Vorraum vor dem Lastenaufzug freizuhalten. Wir nehmen Ihren Hinweis gern zur Kenntnis.
zu 5: Sie verstehen sicherlich, dass eine derartig allgemeine Aussage schwer zu bewerten ist. Der Lastenaufzug wird sowohl für zahlreiche Lieferungen des Bürgerhauses als auch zweiwöchentlich eigenständig von unserem Lieferanten genutzt. Bitte seien Sie doch so freundlich und teilen uns mit, zu welchem Zeitpunkt welcher Lieferant mit welchem Gegenstand den Zugang zum Lastenaufzug versperrt haben soll, damit wir im Fall eines berechtigten Fehlverhaltens mit unserem Lieferanten das Gespräch suchen können. Leider ist es unseren Lieferanten schon häufiger nicht möglich gewesen, die Lieferung aufgrund von Funktionsstörungen des Aufzugs durchzuführen. Die Meldung von Funktionsstörungen erfolgt von unserer Seite generell zeitnah, die Behebung von Störungen dagegen nur nach mehreren Erinnerungen und Ermahnungen. Ich möchte Sie daher bitten, Ihrer Pflicht zur Behebung solcher Probleme zeitnah nachzukommen.

Abschliessend möchte ich Sie auffordern, in künftigen Schreiben von der Forderung nach Personalanweisungen an mich abzusehen, da dies eine nicht statthafte Einmischung in meine Betriebsführung darstellt. Ausserdem möchten wir Sie nochmals an die seit Mai ausstehende Reparatur der Kühlvitrine erinnern.

Mit freundlichen Grüssen,
Anke Heines