GGH meldet sich nach 2 Monaten ….

Wie in einem der letzen Artikel beschrieben, haben wir seit Mai unser Vergnügen mit einer nicht funktionierenden Kühlvitrine. Am Freitag, den 9.10. hat sich die GGH nach 2 Monaten Zeit genommen und uns eine Mail zukommen lassen. Schaut selbst.

Nach 2 Monaten ein Schreiben der GGH:

Sehr geehrte Frau Heines,

zum Thema Kühlvitrine erhielten Sie von uns bereits die Rückmeldung, dass die Instandsetzung durch Sie als Mieterin gemäß der Vereinbarung im Mietvertrag erfolgen muss.

Um Ihnen jedoch bei der Beauftragung einer Firma behilflich zu sein, hatten wir Sie mit E-Mail vom 11. August 2020 darum gebeten uns Schadens- bzw. Reparaturberichte der letzten Instandsetzungen zukommen zu lassen. Sie schilderten ja, dass die Firmen nicht in der Lage waren die Kühlvitrine ordnungsmäßig zu reparieren. Hierauf erhielten wir keine Rückmeldung von Ihnen, weshalb wir der Sache nicht weiter nachgehen können.

Das besagte Schloss am Lieferanteneingang lassen wir überprüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr GGH Kundenservice

Unsere Antwort an die GGH:

vielen Dank für Ihren freundlichen Statusbericht bezüglich der Kühlvitrine in dem von Ihnen vermieteten Objekt. Ich finde es jedoch befremdlich, dass Sie hierfür zwei Monate und zahlreiche Erinnerungen benötigt haben. Wir haben Ihnen auf Ihre Schreiben immer umgehend geantwortet und erwarten ein solches Verhalten auch von Ihnen.
Da Sie in Ihrer Mail nicht auf dem Inhalt unseres Schreibens eingegangen sind, muss ich davon ausgehen, dass Sie dessen Inhalt nach so langer Zeit schon wieder vergessen haben. Ich habe Ihnen deshalb zur Auffrischung Ihrer Erinnerung unser Schreiben vom
11. 8 in die Mail unten eingefügt.
Wir haben Sie in unserer Mail vom 13.7. zum wiederholten mal darauf hingewiesen, dass die Kühlvitrine noch nie einwandfrei funktioniert hat: “Wir möchten darauf hinweisen, dass wir die Kosten für die versuchte Herstellung des Erstbetriebszustands durch die oben 
genannten Firmen entgegen Absprachen mit Ihrer Seite selbst getragen haben. Leider gelang es nie, eine stabile Funktion der Vitrine zu erreichen.“ Es kann hier also nicht von einer Instandsetzung die Rede sein.
Es erschließt sich uns auch nicht, warum Sie bei neuen Geräten, die nicht mal 2 Jahre in Betrieb sind, keine Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer geltend machen können, zumal die erste Meldung eines Defekts bereits im Eröffnungsjahr 2018 ergangen ist.
Abschliessend möchte Sie darauf hinweisen, dass wir Ihnen seit Mai die folgenden
Ausfälle zur Kenntnis gebracht haben:
  • Eine defekte Armatur
  • Ein defektes Türschloss am Lastenfahrstuhl
  • Ein defekter Gastroschirm (mit 5 Jahren Herstellergarantie) im Aussenbereich
  • Eine defekte Kühlvitrine
  • Eine defekte Fritteuse.
Sie haben bis zum heutigen Zeitpunkt kein einziges dieser Probleme behoben. Jedes dieser Probleme beeinträchtigt den Betrieb des Restaurants erheblich, weshalb Sie durch Ihre Inaktivität die Behebung durch uns erzwingen. Es fällt mir sehr schwer, 
hier kein Muster in Ihrer Geschäftspraxis zu erkennen.
Aufgrund des asymmetrischen Kräfteverhältnis zwischen Ihnen und uns werden wir auch dieses Schreiben der Öffentlichkeit in unserem Blog zur Kenntnis bringen.
Mit freundlichen Gruessen,
Ihre Anke Heines.

Die Original-Mail vom 11. August an die GGH

 Date: August 11, 2020 at 7:17:15 PM GMT+2
 To: Kundenservice <kundenservice@ggh-heidelberg.de>
Sehr geehrter Kundenservice, Vielen Dank für die zeitnahe Rückmeldung.
Das Problem der Vitrine besteht darin, dass sie bei höheren Temperaturen nicht kühlt, sondern den Betrieb gänzlich einstellt. Das Aggregat spring kurz an und stoppt dann sofort. Dieses haben wir Ihnen in zahlreichen Anschreiben auch so mitgeteilt.
Da wir Ihnen alle Rechnungen für die nach Ihrer Aufforderung bestellten Firmen zur Begleichung zugestellt haben, liegen Ihnen die vollständigen Unterlagen seid längerer Zeit vor. Entgegen Ihrer Zusicherung haben sie diese dann aber nicht beglichen, weshalb wir diese letztendlich zur Vermeidung eines Inkasso-Verfahren bezahlt haben. .
Ich würde Sie daher bitten, diese Informationen aus Ihren Unterlagen zu entnehmen.
Wir haben Ihnen den diesjährigen Sommerausfall der Vitrine im Mai zum ersten Mal angezeigt und sind nun im August. Sie verstehen sicherlich, dass der daraus resultierende wirtschaftliche Schaden von Ihnen zu tragen ist.
Mit freundlichen Gruessen,
…..

Irgendwie wie David und Goliath

Das Ganze hat zwar einen gewissen Unterhaltungswert, ist aber tieftraurig. Die GGH ist ein Unternehmen der Stadt Heidelberg, das daher im Interesse der Bürger der Stadt agieren sollte.
Während die gesamte Politik versucht, kleinen Unternehmen das Überleben in der Corona-Krise zu ermöglichen, gewinne ich hier den Eindruck, dass die GGH im Namen der Stadt Heidelberg genau in die andere Richtung arbeitet. 
Selbst zu konstruktiven Gesprächen ist es niemals gekommen – ein gesellschaftliches Armutszeugnis.
Mir ist komplett unverständlich, warum die Stadt Heidelberg Ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommt. Die GGH hat sich immerhin nach 2 Monaten gemeldet, ein Vertreter der Stadt Heidelberg bis heute nicht. Das finde ich wirklich beschämend.
Eure Anke